| Refraktometer-Test |
| Freitag, 17. September 2004 um 18:55 | |||||||||||
.:: Refraktometertest ::.Mit der freundlichen Unterstützung von Claude Schuhmacher (er stellte mir 2 neue Refraktometer zur Verfügung) konnte ich nun endlich einen kleinen Refraktometer-Test durchführen. Bei den Testkandidaten handelte es sich um ein KNOP, ein neues RHS-10ATC und mein altes RHS-10ATC-Refraktometer. Lösungen • Selbst hergestellte Standardlösung • Reinstwasser – selbst hergestellt mit Osmoseanlage + Ionentauscher • HQ-Wasser (High-Quality Wasser) – dieses Wasser wird in der Spurenanalytik eingesetzt Durchführung Zuerst wurden alle Refraktometer auf 20 Grad C. temperiert. Als erstes kam das KNOP Refraktometer zum Einsatz, da ich auf dieses Gerät sehr gespannt war (das Refraktometer soll laut Anleitung bereits korrekt geeicht sein). Ich tropfte also HQ-Wasser auf die Prismenoberfläche und las den Wert ab: Grenzlinie unter „0“ (etwa 1-2 Einheiten – konnte nicht so genau eruiert werden, da im unteren Bereich die Grenzlinie etwas unscharf war). Das gleiche Ergebnis erhielt ich mit meinem Reinstwasser. Als nächstes trocknete ich die Oberflächen gewissenhaft ab, tropfte meine Standardlösung auf das Prisma und wartete etwa 30 Sekunden --> Ergebnis: genau 35 Sal.! (Hier sei erwähnt, dass es ein wenig auf die Lichteinstrahlung ankommt, ob die Grenzlinie genau auf 35 liegt oder ein klein wenig darüber). Zum Abschluss wurde das Refraktometer mit HQ-Wasser auf „0“ gestellt und die Standardlösung wiederum gemessen: Anzeige --> 37! Die selben Messungen habe ich mit dem neuen RHS-10ATC durchgeführt („neu“, weil es etwas stabiler gebaut ist als mein altes RHS-10ATC…ebenfalls ist das Anzeigenfeld schärfer).
Nun war mein eigenes Gerät an der Reihe.
Fazit Meiner Meinung nach liegt das Problem einzig und alleine bei der Eichung auf „0“. Kaum ein Aquarianer wird Zugang zu hochreinem Wasser haben um damit eine genaue Eichung durchzuführen. Jedoch zeigte sich bei meinen Versuchen, dass sogar mit HQ-Wasser keine korrekte Eichung möglich ist. Anscheinend hat es nur KNOP geschafft, ein genau geeichtes Refraktometer auszuliefern (messen dürften alle Geräte gleich "richtig"...siehe Messergebnisse oben). Ob sie das Refraktormeter auf 35 Sal. eichen, oder ob es wirklich einen „Trick“ gibt um das Gerät auf „0“ zu eichen, weiß ich nicht (obwohl ich nicht wüsste, wo ich bei der Eichung einen Fehler gemacht haben könnte). Das bedeutet für mich, dass es eigentlich keine Möglichkeit gibt, sein Refraktometer ohne eine "Salinität 35"-Standardlösung richtig zu eichen. Weiters scheint es so, dass es nicht viele Hersteller von Refraktometer-Einzelteilen gibt, da sich besonders die 2 neuen Geräte äußerlich sehr ähnlich sehen – im Innenleben dürfte es jedoch Unterschiede geben, da das KNOP-Refraktometer um etwa 58g schwerer ist als das RHS-10ATC (mein Altes ist sogar noch um einige leichter). Achtung Unbedingt zu beachten ist, dass man wirklich sauber arbeitet - d.h nach jeder Messung das Prisma und den Deckel mit beispielsweise Osmosewasser abspülen (ich verwende dazu eine Labo-Spritzwasserflasche mit Reinstwasser) und danach ordentlich mit einem weichen Tuch abwischen! Stellungnahme Fa. Knop Habe eine eMail von der Fa. Knop bekommen, deren Inhalt ich Euch nicht vorenthalten möchte: "...Um Produktionsfehler 100%ig auszuschließen, haben wir bisher alle Geräte vor Auslieferung geprüft und zusätzlich eine Flasche Reinstwasser mitgeliefert. Künftig werden wir bei allen Geräten zusätzlich eine Flasche mit einer Referenzlösung mitliefern. Nur dadurch kann eine wirklich sichere Messung erreicht werden..." Klingt doch gut :-) Projekt "Refraktometer" Dichtemessung Ich möchte noch erwähnen, dass es sich um einen vollkommen objektiven Test handelt (durchgeführt nach bestem Wissen und Gewissen) und natürlich keinerlei Verbindung (finanziell, usw.) zur den Firmen besteht ! ;-) |
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| Aktualisiert ( Sonntag, 23. März 2008 um 13:45 ) | |||||||||||








